Über Živá paměť
Die gemeinnützige Gesellschaft Lebendige Erinnerung (Živá paměť, o.p.s.) wurde im Dezember 2003 von den Mitarbeitern des Büros für NS-Opfer gegründet.
Als sich im Jahr 2000 die internationalen Verhandlungen über die Entschädigung der Zwangsarbeiter ihrem Ende zuneigten, wurde vom Deutschen Bundestag als verantwortliche Partnerorganisation für die Entschädigung der tschechischen NS-Opfer der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds ausgewählt. Im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds wurde dann im Mai 2000 das Büro für NS-Opfer ins Leben gerufen. Dessen Aufgabe ist eben eine zügige Realisierung der Entschädigung der in der Tschechischen Republik lebenden Opfer. Etwa 120 000 Antragsteller meldeten ihre Ansprüche an und legten als Nachweis eine beeindruckende Menge verschiedener Dokumente vor. Aus dem ursprünglich notwendigerweise entstandenen Archiv wuchs mit der Zeit eine unikate Sammlung originaler Dokumente, Fotografien und schriftlicher Erinnerungen, welche die Schicksale von zehntausenden Zwangsarbeitern, Häftlingen in Konzentrationslagern, Gefängnissen und Zuchthäusern und anderen Opfern des Nationalsozialismus veranschaulichen.
Geführt von dem Bestreben, diese wertvolle Dokumentensammlung auch nach Auszahlung aller Entschädigungsleistungen zu erhalten und von dem Bemühen, sie der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gründeten die Mitarbeiter des Büros für NS-Opfer beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds die gemeinnützige Gesellschaft Lebendige Erinnerung. Zum Ziel setzte sich die neue Organisation vor allem die wissenschaftliche Bearbeitung des Archivmaterials und die Pflege des gemeinsamen Vermächtnisses von Verfolgten totalitärer Regime. Im Vordergrund stehen sollen Informationen, Bildung und die Bemühung um den Dialogs zwischen den letzten lebenden Zeugen der nazistischen Verfolgung und Angehörigen der jungen Generation.
Ziele unserer Projektarbeit:
- die Pflege des gemeinsamen Erbes an Erinnerungen, die uns Verfolgte totalitärer Regime überliefert haben
- die Erhaltung, Erschließung und wissenschaftliche Bearbeitung des angesammelten unikaten Archivmaterials
- Vertiefung der Kenntnisse - vor allem der jungen Generation - über die verschiedenen Formen des Unrechts in totalitären Systemen
- Unterstützung des kulturellen Dialogs und des Dialogs zwischen den Generationen
- Beratungstätigkeit und Assistenzdienst für Verfolgte totalitärer Regime
- Prävention im Bereich Xenofobie, Rassismus und Antisemitismus
- Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit in der mitteleuropäischen Region
- Entwicklung der Zivilgesellschaft im sich vereinigenden Europa
Die Gesellschaft ist eingetragen im Register der gemeinnützigen Gesellschaften beim Stadtgericht in Prag, Abt. O, Akte 307.
Unsere Dienstleistungen: Recherchen
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Ziva pamet beraten Sie gerne in Fragen zur Thematik des Zweiten Weltkriegs, speziell zur Problematik der Sklaven- und Zwangsarbeit: ... Volltext
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Fundraising zu Gunsten von NS-Opfern
Fundraising, Vernetzung und Lobbying für ehemalige NS-Opfer in Tschechien Im Juni 2005 begann ein zweieinhalbjähriges Projekt, dessen Ziel es ist, jenen Personen zu helfen, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit verrichten mussten oder Opfer eines anderen NS-Unrechts wurden. Angesichts der hohen Zahl dieser Opfer muss das Hilfs- und Dienstleistungsangebot schrittweise und für jeweils lokal begrenzte Zielgruppen erarbeitet werden. ... Volltext


